Reinhard Winter - Triathlete
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sportlicher Werdegang

Anfänge / Laufsport
Aufgewachsen in der ärgsten Pampa des Waldviertel hatte ich als Junge eines 100 Seelen - Dorfes keine entsprechende Infrastruktur, sprich Vereine, Sportstätten oder Trainier, um den Zugang zum Sport im Allgemeinen zu finden. Wir Dorfkinder nutzten aber im Winter jeden Hügel, um damals noch mit Holzschiern hinunterzurutschen; und im Sommer gab es ausser Fussball mit selbst gebastelten Toren keine andere Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. Das Fahrrad diente ebenfalls nur als Mittel zum Zweck, also von A nach B zu gelangen. In der Hauptschule wurde ich in den Kader der Fussballmannschaft aufgenommen.  Kurze Zeit später spielte ich auch im Verein SC Weitra bei den A-Knaben. Nach 3-jähriger Vereinszugehörigkeit entschied ich mich wieder aufzuhören, nachdem ich mich verletzt hatte und auch kurze Zeit später als Lehrling zu arbeiten begann. Danach waren meine sportlichen Aktivitäten nahezu auf Null gesunken, bis ich 1995, also im Alter von 20 Jahren in die Gendarmerieschule nach Ybbs kam. Dort musste ich zwecks Leistungstest einen 5000er auf der Bahn laufen und erreichte eine Zeit von 24:53 min. Nicht schlecht also für einen, der noch nie länger als 1000 Meter am Stück gelaufen war und um die 84 Kilo wog. Wenig später mussten wir auch an den Gendarmeriegeländeläufen teilnehmen, wo schließlich mein Ehrgeiz für Podest-plätze geweckt wurde. Ich begann etwa 1997 regelmäßiger zu laufen und konnte mich rasch verbessern.

       
Im Ziel meines ersten Geländelaufes - ohne Worte :-)                               Podestplätze folgten... (Ich id Mitte)

Bei den Gendarmerieläufen konnte ich mich auch nach und nach an die Spitze vorarbeiten und erreichte in weiterer Folge regelmäßig das Podest. Ich entschloss mich, 1998 einen Marathon in der Wachau, übrigens der erste Wachaumarathon damals, teilzunehmen. Ich trainierte konsequent, jedoch ohne Trainingsplanung. Machmals lief ich 5x hintereinander jeden Tag dieselbe Runde von 20 Kilometer. Jedenfalls aber erreichte ich eine Zeit von 3:25 Std, welche für einen Rookie doch recht ansprechend war. In weiterer Folge steigerte ich mich von Marathon zu Marathon (Wien 1999 - 3:13 Std, Frankfurt 1999 - 3:09 Std) bis ich im Jahr 2000 in Wien meine noch bestehende Marathonbestzeit von 2:53,01 Std lief. Ich wog damals nur noch 67 Kilo.

                  
Wien Marathon 2000 - pers Bestzeit aufgestellt                          Wachau-Halbmarathon 1999 - in blond :-) 


Ich konnte bis zum Jahr 2001 noch etliche Podestplätze bei Straßenläufen erreichen und legte in der Zeit von 2001 bis 2005 aus persönlichen und beruflichen Gründen eine Pause ein, wobei ich mich nur noch sporadisch sportlich betätigte, um nicht fett zu werden.


Triathlon
Im Jahr 2005 begann ich also annähernd von Null wieder mit regelmäßigem Training. Da mich die Sportart "Triathlon" schon seit eh und je begeisterte, fing ich neben dem Lauftraining auch zu Schwimmen und zum Radfahren an. Mein erster Triathlon ging bereits im Juni 2005 über die Bühne und ich wurde bei einer Polizeiveranstaltung in Oberösterreich Vorletzter. Aus den Pannen und Schwächen lernte ich dabei und finishte im Juli noch den ersten olympischen Triathlon (Challenge NÖ St. Pölten) in einer Zeit von 2:24 Std, nicht schlecht für den Anfang zumal ich beim Schwimmen schon 10 Minuten verlor. Bei den Bundespolizeimeisterschaften 2006 erreichte ich bereits den 5. Platz in meiner Altersklasse und konnte mich somit für die Aufnahme in den BMI Polizei - Leistungskader qualifizieren. Da meine Stärken auf der Langdistanz zu liegen scheinen, entschloss ich mich 2007, also 2 Jahre nach meinem Triahtloneinstieg, beim Ironman in Kärnten an den Start zu gehen. Auf Anhieb konnte ich eine Zeit von 9:39,17 erreichen (Swim 1:01,46, Bike 5:01,17, Run 3:26,33) und wurde Gesamt 96igster von ca 2200 Finisher und 26. in meiner Altersklasse. Damals fehlten mir auch bloß 10 Minuten für einen Qualifikationsplatz der WM auf Hawaii. 

               
Fotos vom Ironman Kärnten 2007

Nachdem das Jahr 2008 aufgrund der im Juni stattgefundenen Fussballeuropameisterschaft und damit verbundenden dienstlichen Einsatzes trainingstechnisch ungünstig war, konnte ich an keinem Ironman teilnehmen und bereite mich nun auf mein Highlight, dem IMA 2009 intensiv vor. Meine weitere sportliche Entwicklung könnt ihr ja auf meiner "News"- Seite mitverfolgen. Mein sportliches Ziel ist es, abgesehen von einer WM-Teilnahme auf Hawaii, einen Ironman unter 9 Stunden zu finishen. 

Mit der Hawaiiteilnahme hat es leider auch im Jahr 2009 nicht geklappt, dafür durfte ich nach erfolgter Qualifikation bei der Weltmeisterschaft Ironman70.3 in Clearwater/Florida teilnehmen, wo ich das bisher größte Highlight meiner Triathlonkarriere erleben durfte. Ich konnte in einer hervorragenden Zeit von 4:11,43 Std finishen und landete unter den 1600 Startern an 143. Stelle und wurde 23. in meiner Altersklasse. 

         
Im Ziel der WM 70.3 Clearwater                                                ....bereits im Zielkanal
     

Danksagung
Ich danke allen Personen, die mich in der Vergangenheit und gegenwärtig hinisichtlich meines sportlichen Aufwandes unterstützen, bzw unterstützt haben. In Bezug auf meine dienstliche Stellung als Polizei - Leistungssportler danke ich Gernot ORTNER, welcher als Referent des Kaders für meine Zugehörigkeit verantwortlich ist. Weiters bedanke ich mich bei Alex Löschnak, Präsident des NCB-Triteam, für die entsprechende Unterstützung, welche man sich von einem Verein erwartet. Schließlich gilt mein Dank auch noch an meine Partner, Kollegen  und Freunde, welche mich auf meinem sportlichen Weg begleiten.








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